Einsatzarten

Hilfeleistung:

Die Kurzform von "Technische Hilfeleistung". Diese Einsätze machen den Großteil der heutigen Feuerwehreinsätze aus. Die ursprüngliche Aufgabe, Brände zu bekämpfen, ist längst in den Hintergrund gerückt. Zu den Hilfeleistungseinsätzen gehören alle Einsätze, bei denen es nicht um die Brandbekämpfung geht. Zum Beispiel: Eingeklemmte Personen nach Unfällen befreien, Beseitigung von Sturm- oder Unwetterschäden, Beseitigen von Kraftstoffspuren, Ausleuchten von Einsatzstellen, usw.

Entstehungsbrand:

Die kleinste Brandform. Das Feuer war so klein, dass nur ein Kleinlöschgerät (Kübelspritze: Zehn-Liter-Eimer mit integrierter Handpumpe und kleinem Schlauch) zum Löschen eingesetzt werden musste. Zum Beispiel, wenn nur ein Adventskranz auf einem Tisch brennt.

Kleinbrand:

Ein Rohr wurde für die Brandbekämpfung eingesetzt. Zum Beispiel bei Pkw- oder Containerbränden.

Mittelbrand:

Zwei Rohre waren zum Löschen der Flammen nötig.

Großbrand:

Drei und mehr Rohre mussten eingesetzt werden, um den Brand unter Kontrolle zu bekommen.

Alarmübung:

Training unter Alarmbedingungen. In der Regel sind die Einsatzkräfte nicht über diese Übung informiert worden, sie kommt überraschend. Durch Führungskräfte wurde meist ein größeres Einsatzszenario vorbereitet, das von den Helfern bewältigt werden muss. Die Feuerwehrleute werden wie im Ernstfall über Digitalen Funkmeldeempfänger (Piepser) alarmiert und rücken mit Blaulicht und Martinhorn aus. Damit wird ein psychischer Druck und zeitlicher Stress erzeugt, so wie er im Ernstfall auch vorkommt. Solche Übungen sind ein wichtiger Teil der permanenten Ausbildung der Feuerwehrleute.

Böswilliger Fehlalarm:

Der Name sagt es schon - ein Mensch hat mutwillig ohne tatsächliche Notwendigkeit die Feuerwehr gerufen. Ob direkt per Telefon oder durch Betätigung eines Feuermelders: Im überwiegenden Teil der Fälle wird der oder die Täter/in allerdings ermittelt, auch wenn er vermeintlich anonym angerufen hat. Die moderne Technik macht's möglich. Und dann wird's richtig teuer: Den Verursacher erwarten eine Geld- oder Haftstrafe (bis zu einem Jahr) für die missbräuchliche Nutzung von Notrufeinrichtungen und Rechnungen für die gesamten Kosten für die Einsätze von Polizei und Feuerwehr.