Geschichte - Geschichtsträchtige Einsätze

Sicher hat sich der Leser dieser Chronik bis hierher gefragt, ob es in Eimeldingen keine Feuerwehreinsätze zu verzeichnen gab. Selbstverständlich gab es diese und sie sollen deshalb nachfolgend behandelt werden. Neben der Beseitigung unzähliger Ölspuren, dem Ablöschen von Mülleimerbränden, der Beseitigung von Hochwasser - und Sturmschäden und der Erledigung all der anderen Aufgaben, die auf eine Feuerwehr immer wieder zukommen, waren auch einige größere Schadensfeuer, auch außerhalb unserer Gemeinde, zu bekämpfen. So wurde die Wehr z. B. 1979 zum Großbrand in der Firma Bochmann in Haltingen und zum Brand im Kalkwerk Istein gerufen.

Einen der wohl größten Brände in der Eimeldinger Feuerwehrgeschichte ist der Brand der Villa Roth, besser bekannt als "Bierkeller", am 23.Mai 1985. Schon am 5. März war die Wehr per Sirene dorthin gerufen worden. Stellte sich dieser Alarm noch als Fehlalarm heraus, so war der Sirenenalarm in den Nachstunden am 23. Mai dann ernster Natur. Das gesamte Dachgeschoss und der Dachstuhl standen in hellen Flammen. Erst nach drei Stunden war der Brand mit Hilfe der Feuerwehren aus Weil am Rhein und Haltingen unter Kontrolle.

 

 

Ein weiteres großes Schadensfeuer ereignete sich im Januar 2001. Der Dachstuhl des ehemals so benannten "Bundeshauses"; in der Dorfstraße stand in Vollbrand. Zwar war der Brand durch den beherzten Einsatz unserer Wehrleute und die mittlerweile sehr gute Ausrüstung der Wehr in kürzester Zeit unter Kontrolle, trotzdem musste die Freiw. Feuerwehr Weil am Rhein mit ihrer Drehleiter und die Freiw. Feuerwehr Fischingen zur Unterstützung bei der Wasserversorgung anrücken.

 

 

Am 31.10.2009 ereignete sich ein weiterer Brand einer Dachwohnung. Dabei gab es einen Schwerbrandverletzten. Schon beim Eintreffen der Eimeldinger Feuerwehr stand die komplette Wohnung in Vollbrand, so dass die Nachbarfeuerwehren des Vorderen Kandertals und die Feuerwehr Weil am Rhein mit Ihrer Drehleiter zu Einsatz kamen.

 

 

 

Ein weiterer Brand ereignete sich am 26.11.2013 an den sich viele Kameradinnen & Kameraden lange erinnern werden, da Sie selbst dort Ihre Konfirmation oder Hochzeit hatten. Nachts um 2:09 Uhr wurden wir und die Feuerwehr aus Fischingen zur evangelischen Kirche gerufen. Beim Eintreffen der Wehr drang Rauch aus dem Dach der Kirche. Sofort war klar, dass dieser Einsatz größer wird und es wurde daraufhin noch ein Löschzug der Feuerwehr Weil am Rhein nachgefordert. Durch die sofort eingeleiteten Löschmaßnahmen und der Überdruckbelüftung konnte die Ausbreitung des Feuers in den Dachstuhl verhindert werden. Ein Teil der Empore fiel den Flammen zu Opfer. Die Hitzeentwicklung war so groß, dass die Orgelpfeifen abgetropft sind. Auch der Ruß hat in der gesamten Kirche seine Spuren hinterlassen. Feuer aus wurde um 04:12 Uhr der Integrierten Leitstelle Lörrach gemeldet und die letzten Einsatzkräfte rückten um 12:00 Uhr von der Brandsicherheitswache ab. 

Das Aufgabengebiet der Eimeldingen Wehr hat sich in den letzten Jahren stark erweitert und kann Dank der modernen Ausrüstung auch erfolgreich abgedeckt werden. Heute gehört u.a. auch die Unfallrettung auf Teilstücken der A 98 sowie der B3 zu den Aufgaben unserer Wehr.

Mit dem Bau eines neuen, modernen Gerätehauses im Jahr 1990 sowie der Beschaffung von zwei neuen Löschfahrzeugen LF 16/12 im Jahre 1995 und 1999 sowie eines Mannschaftstransport-wagens MTW im Jahre 1997, wurden weitere zukunftsorientierte Grundbausteine für einen zuverlässigen, den Bürgern der Gemeinde Eimeldingen dienenden Brandschutz gelegt. Der bisherige Schulungsraum war neben dem neuen Geräthaus an der Grundschule angebaut. Da der Platzbedarf der Schule immer größer und noch eine Gruppe für die verlässliche Grundschule generiert wurde, mussten wir unseren schönen Schulungsraum und die zwei Lagerungsräume die als Kleiderkammer gedient hatten räumen, aber mit dem Versprechen der Gemeindepolitiker in der Tasche, dass wir einen neuen Schulungsraum, sowie eine neue Kleiderkammer direkt an das Gerätehaus angebaut bekommen.

Am 01.06.2008 wurde dann mit dem Anbau begonnen. Dieser fiel dann um einiges größer aus, da sehr viele Wünsche der Feuerwehr bei diesem Anbau realisiert wurden. Am 23.01.2009 konnte Kommandant Manfred Schamberger den Schlüssel für den Anbau von Herrn Bürgermeister Rupp entgegen nehmen und zwei Tage darauf der Öffentlichkeit, die vielen neu geschaffenen Räume vorstellen (Schulungsraum mit Küche, Kleiderkamer, Umkleide Damen, Jugendfeuerwehraufenthaltsraum mit Küche, zwei weitere Lagerräume).

Einen neuen MTW konnte Kommandant Torsten Ehrengarth mit einer kleinen Delegation in Rees Hafen bei der Fa.Pütting in Empfang nehmen und am gleichen Abend bei einer kleinen Feierstunde diesen direkt in Dienst stellen.